DNS & Domain
Was ist Registrar-Lock? Transfer-, Lösch- und Änderungssperren erklärt
Registrar-Locks sind Status-Sperren an einer Domain, die einen ungewollten Transfer, eine Löschung oder eine Änderung der Nameserver verhindern – ein wichtiger Schutz gegen Domain-Diebstahl.
So funktioniert Registrar-Lock
Die Sperren sind EPP-Statuscodes: clientTransferProhibited verhindert Umzüge zu einem anderen Registrar, clientDeleteProhibited das Löschen und clientUpdateProhibited Änderungen etwa an den Nameservern. Gesetzt werden sie beim Registrar, oft per Schalter im Kundenbereich.
Noch stärker ist ein Registry-Lock (serverTransferProhibited usw.): Er wird bei der Registry gesetzt und lässt sich nur über ein gesondertes Verfahren aufheben. Das lohnt sich für besonders wichtige Domains.
Für einen gewollten Umzug wird die Transfer-Sperre kurz aufgehoben; dazu kommt der Auth-Code. Danach sollte sie wieder aktiv sein.
Beispiel
Domain Status: clientTransferProhibited
Domain Status: clientDeleteProhibited
Domain Status: clientUpdateProhibited
So erscheinen die drei Sperren in RDAP- oder WHOIS-Daten.
Typische Fehler
- Transfer-Sperre nach einem Umzug nicht wieder aktiviert.
- Schwaches Passwort oder fehlende Zwei-Faktor-Anmeldung beim Registrar – die Sperre lässt sich dann einfach abschalten.
- Nur die Transfer-Sperre gesetzt, aber keine Update-Sperre gegen Nameserver-Änderungen.
So bewertet der Domain Trust Check Registrar-Lock
Kriterium „Domain-Registrierung“ (Gewicht 3 von 5): Registrierungsdaten per RDAP (Nachfolger von WHOIS): Ablaufdatum sowie Transfer-, Delete- und Update-Lock gegen Domain-Diebstahl.
Standard: RFC 5731 (EPP Domain Mapping)