DNS & Domain

Was ist RDAP? Registration Data Access Protocol erklärt

RDAP ist der Nachfolger von WHOIS und liefert Registrierungsdaten einer Domain maschinenlesbar: Registrar, Status, Sperren und Ablaufdatum.

So funktioniert RDAP

RDAP fragt die Registry oder den Registrar per HTTPS ab und bekommt strukturierte JSON-Daten zurück. Welcher Server für eine Endung zuständig ist, steht in einer Liste der IANA (Bootstrap).

Für den Schutz einer Domain sind vor allem drei Angaben wichtig: das Ablaufdatum, damit die Domain nicht versehentlich verfällt, die Status-Sperren gegen Transfer und Löschung und kritische Zustände wie „clientHold“ oder „redemptionPeriod“, in denen die Domain nicht mehr funktioniert oder kurz vor der Löschung steht.

Nicht jede Endung bietet RDAP an; für .de liefert die IANA-Liste derzeit keinen RDAP-Server. Das Kriterium ist dann im Domain Trust Check nicht anwendbar.

Beispiel

{
  "ldhName": "example.com",
  "status": ["client delete prohibited", "client transfer prohibited", "client update prohibited"],
  "events": [{ "eventAction": "expiration", "eventDate": "2027-10-31T23:59:59Z" }]
}

Vereinfachter, schematischer Ausschnitt einer RDAP-Antwort: Sperren und Ablaufdatum.

Typische Fehler

  • Die Domain läuft ab, weil die automatische Verlängerung abgeschaltet oder die Zahlung gescheitert ist.
  • Keine Transfer-Sperre gesetzt – ein Angreifer mit Zugriff auf das Registrar-Konto kann die Domain leichter umziehen.
  • Kritische Status wie clientHold werden übersehen, bis Website und E-Mail ausfallen.

So bewertet der Domain Trust Check RDAP

Kriterium „Domain-Registrierung“ (Gewicht 3 von 5): Registrierungsdaten per RDAP (Nachfolger von WHOIS): Ablaufdatum sowie Transfer-, Delete- und Update-Lock gegen Domain-Diebstahl.

Standard: RFC 9082, RFC 9083

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