DNS & Domain

Was ist Nameserver? Autoritative DNS-Server einer Domain erklärt

Nameserver beantworten alle DNS-Anfragen zu einer Domain. Fallen sie aus oder sind sie falsch eingerichtet, sind Website und E-Mail nicht mehr erreichbar.

So funktioniert Nameserver

Welche Nameserver für eine Domain zuständig sind, steht an zwei Stellen: in der Delegation bei der Registry (z. B. DENIC für .de) und in den NS-Records der Zone selbst. Beide sollten übereinstimmen.

Es sollten mindestens zwei Nameserver sein, idealerweise in verschiedenen Netzen, damit ein Ausfall nicht die ganze Domain lahmlegt. Alle müssen autoritativ antworten und denselben Stand der Zone liefern; erkennbar ist das an der gleichen SOA-Seriennummer.

Der SOA-Record enthält außerdem Zeitwerte für Abgleich und Zwischenspeicherung (refresh, retry, expire, minimum). Unplausible Werte führen zu veralteten Daten oder unnötig vielen Anfragen.

Beispiel

example.com.  NS   ns1.example-dns.net.
example.com.  NS   ns2.example-dns.org.
example.com.  SOA  ns1.example-dns.net. hostmaster.example.com. 2026102701 3600 900 1209600 3600

Zwei Nameserver in verschiedenen Netzen; die Seriennummer im SOA wird bei jeder Änderung erhöht.

Typische Fehler

  • Delegation bei der Registry zeigt auf alte Nameserver (Lame Delegation) – etwa nach einem Anbieterwechsel.
  • Nameserver liefern unterschiedliche Stände der Zone, weil der Abgleich hängt.
  • Nur ein Nameserver oder beide im selben Netz.

So bewertet der Domain Trust Check Nameserver

Kriterium „DNS-Konfiguration“ (Gewicht 5 von 5): Mindestens zwei autoritativ antwortende Nameserver, synchrone SOA-Seriennummer, Delegation beim Registry identisch mit der Zone, Verteilung auf mehrere Netze, IPv6 und plausible SOA-Werte.

Standard: RFC 1034, RFC 1035, RFC 2308

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