DNS & Domain
Was ist DNSSEC? Domain Name System Security Extensions erklärt
DNSSEC signiert DNS-Antworten kryptografisch. Resolver erkennen so gefälschte Antworten, etwa durch DNS-Spoofing oder Cache-Poisoning. DNSSEC ist außerdem Voraussetzung für DANE.
So funktioniert DNSSEC
Die Zone wird mit einem Schlüssel signiert; zu jedem Eintrag gibt es eine Signatur (RRSIG), die öffentlichen Schlüssel stehen im DNSKEY-Record. Damit Resolver diesen Schlüsseln vertrauen, hinterlegt der Registrar einen DS-Record mit einem Hash des Schlüssels bei der Registry.
So entsteht eine Vertrauenskette von der Root-Zone über die Endung (z. B. .de) bis zur Domain. Ein validierender Resolver prüft jede Antwort und kennzeichnet erfolgreich geprüfte Antworten mit dem AD-Flag; gefälschte Antworten verwirft er.
Empfohlen ist der Algorithmus 13 (ECDSAP256SHA256). Auf SHA-1 basierende Algorithmen (5 und 7) gelten als veraltet.
Beispiel
example.com. DS 12345 13 2 3f1a…9c2e
example.com. DNSKEY 257 3 13 mdsswUyr3DPW…
Der DS-Record liegt bei der Registry, DNSKEY und Signaturen in der eigenen Zone.
Typische Fehler
- Nach einem Anbieterwechsel bleibt der alte DS-Record bei der Registry – die Domain ist für validierende Resolver dann nicht mehr auflösbar.
- Signaturen laufen ab, weil die Zone nicht automatisch neu signiert wird.
- Veraltete Algorithmen wie RSASHA1 (5).
So bewertet der Domain Trust Check DNSSEC
Kriterium „DNSSEC“ (Gewicht 5 von 5): DS-Record beim Registrar, DNSKEY in der Zone, erfolgreiche Validierung (AD-Flag) und ein moderner Signaturalgorithmus.
Standard: RFC 4033, RFC 4034, RFC 4035