Web & Zertifikate
Was ist CAA? Certification Authority Authorization erklärt
Ein CAA-Record legt fest, welche Zertifizierungsstellen Zertifikate für eine Domain ausstellen dürfen. Alle öffentlichen Zertifizierungsstellen müssen ihn vor der Ausstellung prüfen.
So funktioniert CAA
Der CAA-Record nennt mit issue die erlaubten Zertifizierungsstellen für normale Zertifikate und mit issuewild die für Wildcard-Zertifikate. Fehlt ein CAA-Record, darf jede Zertifizierungsstelle ausstellen.
Mit iodef gibst du eine Adresse an, an die Zertifizierungsstellen verweigerte Anträge melden können. Seit September 2017 ist die CAA-Prüfung für öffentliche Zertifizierungsstellen verpflichtend.
CAA gilt für die Domain und ihre Subdomains: Hat eine Subdomain keinen eigenen CAA-Record, gilt der nächsthöhere. Der Domain Trust Check prüft außerdem, ob die Zertifizierungsstelle des aktuellen Zertifikats erlaubt ist.
Beispiel
example.com. CAA 0 issue "letsencrypt.org"
example.com. CAA 0 issuewild ";"
example.com. CAA 0 iodef "mailto:security@example.com"
Nur Let's Encrypt darf ausstellen, Wildcard-Zertifikate sind ganz verboten.
Typische Fehler
- Die Zertifizierungsstelle des Hosters fehlt im CAA-Record – die nächste automatische Erneuerung schlägt fehl.
- Tippfehler im Namen der Zertifizierungsstelle (z. B. „letsencrypt.com“).
- Ein vergessener CAA-Record auf einer Subdomain überschreibt die Regel der Hauptdomain.
So bewertet der Domain Trust Check CAA
Kriterium „CAA“ (Gewicht 4 von 5): CAA-Record mit issue- und issuewild-Einträgen, iodef-Meldeadresse und ob die Zertifizierungsstelle des aktuellen Zertifikats erlaubt ist.
Standard: RFC 8659