Mail-Transport & Reputation

Was ist Blacklist (DNSBL)? DNS-basierte Sperrlisten erklärt

DNS-Blacklists (DNSBL) führen IP-Adressen und Domains, die mit Spam aufgefallen sind. Viele Mailserver lehnen Mails von gelisteten Absendern ab oder sortieren sie als Spam aus.

So funktioniert Blacklist (DNSBL)

Mailserver fragen Sperrlisten per DNS ab: Für die IP 203.0.113.25 etwa den Namen 25.113.0.203.zen.spamhaus.org. Kommt eine Adresse wie 127.0.0.2 zurück, ist die IP gelistet; keine Antwort heißt nicht gelistet.

IP-Listen wie Spamhaus ZEN, SpamCop oder Barracuda erfassen sendende Server. Domain-Listen wie Spamhaus DBL oder SURBL erfassen Domains, die in Spam-Mails oder Links vorkommen.

Häufige Ursachen sind gehackte Postfächer, Kontaktformulare, die für Spam missbraucht werden, Newsletter ohne Einwilligung oder eine geteilte IP-Adresse beim Hoster. Erst die Ursache beheben, dann bei der jeweiligen Liste die Entfernung beantragen; manche Listen löschen Einträge nach einiger Zeit automatisch.

Beispiel

$ dig +short 25.113.0.203.zen.spamhaus.org
127.0.0.2

Eine Antwort im Bereich 127.0.0.x bedeutet: Die IP ist gelistet. Keine Antwort (NXDOMAIN) bedeutet: nicht gelistet.

Typische Fehler

  • Entfernung beantragt, bevor die Ursache behoben ist – die IP landet sofort wieder auf der Liste.
  • Die Listung des Webservers übersehen, weil nur der Mailserver geprüft wurde.
  • Fehlender Reverse-DNS-Eintrag, der zu Einträgen in Richtlinien-Listen führt.

So bewertet der Domain Trust Check Blacklist (DNSBL)

Kriterium „Blacklists & Reputation“ (Gewicht 3 von 5): Abfrage der Mail- und Webserver-IPs bei Spamhaus ZEN, SpamCop, Barracuda, PSBL, Mailspike und UCEPROTECT sowie der Domain bei Spamhaus DBL und SURBL.

Standard: RFC 5782

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